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Wenn im Zug die Verbindung abbricht – Initiative für durchgehenden 5G-Korridor von Brüssel bis Düsseldorf

Wer regelmäßig zwischen Aachen, Köln und weiter Richtung Lüttich und Brüssel unterwegs ist, kennt die Situation: Der Zug fährt weiter, die Verbindung reißt ab. Gespräche stocken, Nachrichten gehen nicht raus, Verbindungen brechen ab, oft genau dort, wo eine Grenze überschritten wird.

 

Eine Initiative aus dem Europäischen Parlament greift dieses Problem auf. Sabine Verheyen, Erste Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, setzt sich gemeinsam mit weiteren Abgeordneten für einen durchgehenden 5G-Korridor entlang der Bahnstrecke Brüssel – Lüttich – Aachen – Köln – Düsseldorf ein.

„Wer in Europa mit dem Zug unterwegs ist, darf nicht an der Landesgrenze digital abgehängt werden“, sagt Verheyen. „Gerade in unserer Grenzregion erwarten die Menschen, dass Verbindungen verlässlich funktionieren.“

Vorgesehen ist eine durchgängige digitale Infrastruktur entlang der Strecke, die stabile Verbindungen unabhängig vom jeweiligen Mobilfunkanbieter ermöglicht. Grundlage ist ein Ansatz, der erstmals eine durchgehende Gigabit-Konnektivität im Zug schaffen soll, ohne Unterbrechungen an nationalen Grenzen.

Die Verbindung zählt zu den zentralen grenzüberschreitenden Achsen im europäischen Verkehrsnetz und wird täglich von zahlreichen Reisenden genutzt. Besonders betroffen ist die Grenzregion rund um Aachen, zugleich profitieren Pendlerinnen und Pendler bis in den Raum Düsseldorf, für die diese Strecke eine zentrale Verbindung darstellt.

Für vergleichbare Strecken, etwa zwischen Paris und Brüssel, wurden bereits europäische Fördermittel eingesetzt. Die Verbindung Richtung Düsseldorf könnte diesen Ansatz nun auf eine der wichtigsten Nordwestrouten Europas übertragen.

Der Vorstoß wird fraktionsübergreifend getragen. Neben Sabine Verheyen unterstützen Abgeordnete aus mehreren politischen Gruppen die Initiative, darunter Pascal Arimont, Axel Voss sowie Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Katarina Barley.

Die Initiative richtet sich an die Europäische Kommission mit dem Ziel, das Projekt politisch zu begleiten und geeignete europäische Förderinstrumente für die Umsetzung zu nutzen.