Finanzielle Entlastung für Europas Landwirte
Steigende Düngemittelpreise wirken zunächst wie ein Spezialthema für die Landwirtschaft. Können Betriebe die steigenden Kosten nicht stemmen, kann das Folgen für die Lebensmittelproduktion und letztlich auch für Verbraucherinnen und Verbraucher haben.
Deshalb will die Europäische Union Landwirten jetzt gezielt unter die Arme greifen.
Auslöser für die jüngsten Preissteigerungen sind die Spannungen im Nahen Osten, die Energie- und Düngemittelmärkte erneut unter Druck gesetzt haben. Viele landwirtschaftliche Betriebe stehen dadurch vor erheblichen Mehrkosten – gerade jetzt, wo wichtige Entscheidungen für die kommende Anbausaison anstehen.
Konkret sollen die Mitgliedstaaten Landwirte, die besonders unter den gestiegenen Düngemittelpreisen leiden, gezielt unterstützen können. Die Hilfen können bis zu 50 Prozent der zusätzlichen Düngemittelkosten abdecken, unter bestimmten Voraussetzungen sogar bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig sollen Direktzahlungen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik früher und in höherem Umfang ausgezahlt werden, damit die Betriebe genau dann über das nötige Geld verfügen, wenn sie Dünger einkaufen und die nächste Anbausaison vorbereiten.
Die Maßnahmen sollen den Betrieben den nötigen Spielraum verschaffen, um die Folgen der aktuellen Krise zu bewältigen – und verhindern, dass aus kurzfristigen Preissprüngen langfristige Folgen für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung werden.
