Auszeichnung für eine Herzensangelegenheit
Als Erste Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments darf ich immer wieder Menschen auszeichnen, die sich mit ihrem Engagement um Europa verdient gemacht haben.
In der vergangenen Woche durfte ich selbst den MEP Award des Parliament Magazine in der Kategorie „Cultural and Creative Industries“ entgegennehmen. Ich freue mich über diese Auszeichnung, weil sie einem Politikbereich gilt, der mir seit vielen Jahren besonders am Herzen liegt.
Kultur ist kein „Nice to have“. Sie stiftet Identität, bringt Menschen über Grenzen hinweg zusammen und ist zugleich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund fünf Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung werden im Kultur- und Kreativsektor erwirtschaftet. Hinter dieser Zahl stehen Millionen Arbeitsplätze, kreative Ideen und Unternehmen – von der Buchbranche über Film, Musik und Theater bis hin zu Design, Architektur und der Games-Industrie.
Gerade in einer Zeit, in der häufig über Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Sicherheit gesprochen wird, darf die Bedeutung von Kultur nicht aus dem Blick geraten. Sie schafft wirtschaftliche Stärke, fördert Kreativität und stärkt zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch künftig werde ich mich dafür einsetzen, dass Kultur, Medien und die Kreativwirtschaft in Europa den Stellenwert erhalten, den sie verdienen.
Ein solcher Preis trägt zwar den Namen einer Person. Möglich wird er aber nur durch das Engagement vieler Menschen. Mein herzlicher Dank gilt deshalb meinem Team sowie meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Europäischen Parlament und in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Erfolge, für die ich an diesem Abend ausgezeichnet wurde, wären ohne ihren Einsatz nicht möglich gewesen.
