Veranstaltung „eGovernment – Digialisierung der öffentlichen Verwaltung“ in der Digital Church

22.03.2018

Die zweite Veranstaltung „eGovernment – Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung“ aus der Veranstaltungsreihe „Digitaler Dialog“ hat am 22. März 2018 in der Digital Church in Aachen stattgefunden. Der Fokus lag dieses Mal auf dem digitalen Wandel in der öffentlichen Verwaltung.

In den vergangenen Jahren hat die Digitalisierung unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unsere Arbeitswelt grundlegend beeinflusst und verändert. Auch in der öffentlichen Verwaltung schreitet der Prozess der Digitalisierung voran. Digitale Behördendienste bieten die Chance, die Verwaltung schneller, effizienter, transparenter, kostengünstiger und bürgerfreundlicher zu gestalten. Die Umstellung auf eine digitale Verwaltung stellt aber auch eine große Herausforderung für die öffentliche Hand dar, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Investitionen, Interoperabilität und Breitbandausbau.

Seit vielen Jahren unterstützt die EU den Ausbau von Infrastruktur, den Austausch von bewährten Verfahren und die Forschung zum effizienten und wirksamen Einsatz von e-Government-Diensten. So hat die EU-Kommission im April 2016 ihren eGovernment-Aktionsplan für den Zeitraum 2016-2020 vorgelegt und inzwischen den ersten Gesetzesvorschlag aus diesem Aktionsplan auf den Weg gebracht: die EU-Verordnung zur Einrichtung eines zentralen digitalen Zugangstors, das Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen den Zugang zu allen Informationen sichern soll, die sie bei der Ausübung ihrer Mobilitätsrechte innerhalb der EU benötigen.

Aus diesem Anlass habe ich als Europaabgeordnete der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament gemeinsam mit der CDU Aachen und digitalHUB Aachen e. V. Vertreter der Verwaltungen von Städten und Gemeinden aus unserer Region, kommunale Unternehmen, Träger von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierten im Rahmen dieser Veranstaltung über die aktuellen Entwicklungen im Bereich eGovernment informiert. Es fand ein interessanter Austausch statt über die Erhöhung der Verfügbarkeit und Verbreitung von eGovernment-Diensten sowie eine nutzerfreundlichere Gestaltung von bestehenden Diensten; das EU-Portal „Zentrales Digitales Zugangstor“ für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen; die Kontrolle über Daten sowie Datenschutz; und die Verbesserung der Interoperabilität der öffentlichen Dienste in der EU.

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung wird uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen und sicherlich auch herausfordern. Das Digital Single Gateway ist ein wichtiger Schritt, um europaweit den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern. Nun heißt es, das Thema eGovernment auf europäischer und deutscher Ebene gemeinsam stärker anzugehen!