„Road Trip – Europa entdecken!“

19.08.2018, Super Sonntag Jülich. KREUZAU. Manchmal müssen Dinge ausprobiert werden, um sie zu verifizieren. Und sei es nur, um der Frage nachzugehen, ob es möglich ist, sich hinzuhocken, ohne dass die Fersen sich automatisch heben. Die vier Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt der Lit.Eifel am Gymnasium in Kreuzau kommen schließlich zu dem Schluss: Es ist möglich – und damit können sie es in ihrer Geschichte auch so schildern. Insgesamt 17 Nachwuchsautoren der Jahrgangsstufen 9 bis 11 (oder 9, EF und Q1, wie es unter G8 heißt) verfassen an drei fünfstündigen Schultagen ihren ganz persönlichen Road Trip aus der Heimat über Berlin ins finnische Rovaniemi. Angeleitet werden sie von der Journalistin Claudia Hoffmann. Angereichert werden diese Geschichten mit Illustrationen, die vier Mitschüler und der Künstler Jan Hillen anfertigen.

„Road Trip – Europa entdecken!“ heißt das Motto der Schreibwerkstätten in diesem Jahr (im Herbst finden noch Veranstaltungen in Blankenheim und Monschau statt). In dem Thema stecken gleich zwei Ideen, die Hoffmann und Hillen vorgaben: Zum einen ist 2018 das Jahr des Europäischen Kulturerbes. Also sollte der Roadtrip auch zu einem solchen Kulturerbe führen. Dann gibt es derzeit den Wettbewerb „European Road Trip“. Für den können sich junge Leute bewerben. Insgesamt gibt es vier Strecken durch Europa, wer ausgewählt wird, muss aber auch ein Reisetagebuch verfassen.

17 unterschiedliche Protagonisten

„In der Schreibwerkstatt kombinieren wir beides“, sagt Hoffmann. Ausgangspunkt der Geschichte ist, dass der Protagonist besagten Wettbewerb gewonnen hat und nun auf dem Weg zum Startpunkt der Tour in Berlin ist. Diesen Tag der Abreise schildern die 17 Autoren so, wie sie wollen. Manche entwickeln wie bei einem Rollenspiel einen bestimmten Charakter, andere machen sich selbst zur Hauptfigur. Das, was Claudia Hoffmann schon gelesen hat, hat sie beeindruckt: „Die Figuren erreichen bereits im ersten Kapitel eine besondere Tiefe.“ Da ist das Mädchen, das eigentlich gar nicht am Wettbewerb teilnehmen wollte, deren Helikoptereltern aber die Bewerbung eingereicht hatten. Nun fährt es lustlos nach Berlin. Eine andere Figur wurde morgens von einer Katze geweckt, wozu Jan Hillen und sein Team eine wundervolle Illustration erstellt haben.

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