Blick über den eigenen Tellerrand hinaus

1305.2018, Super Sonntag Aachen. Arndt Kohns Blick aus dem 12. Stock fällt direkt auf das Haus der Europäischen Geschichte und auf angrenzendes Grün mit zwei alten Mauerstücken aus Berlin, die an Zusammenschluss und Einigkeit erinnern.

Wenn Sabine Verheyen aus ihrem drei Etage höheren Büro-Fenster schaut, liegt ihr Brüssel zu Füßen. In der Ferne glitzern die Kugeln des Atomiums. Ganz nah dagegen auf dem Gebäudevorplatz ist ein überdimensionaler Fotostreifen. Ältere Aufnahmen, bunt und schwarz-weiß, erinnern an Simone Veil, die Holocaust-Überlebende, die Aachener Karlspreisträgerin von 1981 und die erste Präsidentin des Europäischen Parlaments. Nach ihr wurde auch der Vorplatz des Abgeordnetenhauses benannt.

Europa beginnt für sie vor der Haustür

Über die „Agora Simone Veil“ gelangt man ins Innere des gläsernen Europa-Gebäudes, eine der Schaltzentralen Europas. Als Architektin weiß Sabine Verheyen um die Symbolkraft von Räumen und Gebäuden, wie die Durchsichtigkeit und Transparenz des Abgeordnetenhauses und den mit Glasbrücken verbundenen Plenarsaal: „Wir sitzen hier alles andere als hinter verschlossenen Türen.“ Die gläsernen Flächen und Wände demonstrieren die Offenheit Europas und des Parlaments. Zählt der Europaparlamentarier und Sozialdemokrat Arndt Kohn eher zu den Youngstern auf europäischem Parkett – er rückte 2017 ins Parlament – ist die Christdemokratin Verheyen ein „alter Hase“. Seit 2009 ist sie Europaparlamentarierin, kennt die labyrinthartigen Gänge und gläsernen Brücken, die direkt ins Parlamentsgebäude führen, wie ihre Westentasche.

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