UN-Klimakonferenz Madrid: EU-Parlament legt seine Position zur Bekämpfung des Klimawandels fest

Diese Woche haben wir im Plenum über den Standpunkt des EU-Parlaments zur Bekämpfung des Klimawandels für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen abgestimmt, die im Dezember in Madrid stattfindet. Der Klimaschutz gehört zu den Prioritäten dieser Legislaturperiode. Europa muss geschlossen auftreten und zeigen, dass wir intelligenten Klimaschutz mit innovativer Technik können. Das ist eine Chance für zukunftsfähige Arbeitsplätze auch in Deutschland. Als EVP-Fraktion sind wir der Ansicht, dass wir alle für unsere Umwelt sorgen müssen und können, während wir gleichzeitig die europäische Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und Wachstum schützen. Wir stimmen einer Erhöhung der Emissionsziele zu, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Wir sollten uns jedoch nicht in einen Überbietungswettbewerb bei den Einsparzielen stürzen. Es geht darum, darauf zu schauen, dass wir Konkretes leisten und umsetzen können, um die Technologieführerschaft Europas zu stärken. Klimaschutz geht nur mit der Wirtschaft, nicht gegen sie. Darüber hinaus ist es unabdingbar, dass auf internationaler Ebene gemeinsame Anstrengungen unternommen werden.

Hintergrund:

Vom 02. bis zum 13. Dezember findet die UN-Klimakonferenz (COP 25) in Madrid statt. Es geht um die Umsetzung der Klimaziele der UN-Klimakonferenz von Paris 2015, auf der eine Begrenzung der Erderwärmung um unter zwei und möglichst nur 1,5 Grad vereinbart wurde. Die EU will beim Klimaschutz führend sein. Von der künftigen EU-Kommission werden ambitionierte neue Klimaziele für 2030 erwartet. Im Raum steht eine Reduzierung der CO²-Emissionen um 50 Prozent oder mehr. Das Europaparlament hat diese Woche in einer Entschließung seine Forderungen zur EU-Klimapolitik verabschiedet.