Kroatische Ratspräsidentschaft

Brexit, EU-Mehrjahreshaushalt 2021-2027, EU-Erweiterung: Kroatien steht während seiner EU-Ratspräsidentschaft vor sehr großen Herausforderungen. Gleichzeitig hat das kleine und neueste EU-Mitglied eine große Chance, mit diplomatischem Geschick für Interessenausgleich zu sorgen. Besonders im Bereich Erweiterung ruhen die Hoffnungen auf Kroatien. Als jüngstes Mitgliedsland hat Kroatien den Beitrittsprozess noch sehr gut in Erinnerung und kann seine Erfahrungen einbringen. Sollte es Zagreb gelingen, die Blockade der Staats- und Regierungschefs bei den Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien aufzubrechen, wäre dies ein wesentlicher Schritt.

Hintergrund:

Am 1. Januar hat Kroatien als jüngstes EU-Mitglied für sechs Monate die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Regierung in Zagreb hat ihre Präsidentschaft unter das Motto „Ein starkes Europa in einer sich wandelnden Welt“ gestellt. Höhepunkt ist der Westbalkan-Gipfel am 7. Mai in Zagreb. Am 1. Juli wird dann Deutschland den EU-Vorsitz für sechs Monate übernehmen.