Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa ausbauen

Europa muss gegenüber China und den USA wettbewerbsfähig bleiben. Zudem wollen wir den Kampf gegen Krebs, insbesondere bei Kindern, ganz oben auf die Forschungsagenda setzen. Deshalb ist es das richtige Signal, das vom Europaparlament ausgeht: Das Budget für Europas größtes Forschungsprogramm Horizont Europa muss in der neuen Finanzperiode aufgestockt werden. Leider gibt es immer noch ein eklatantes Ungleichgewicht zwischen den tatsächlichen Ausgaben für die Forschung und dem Beschluss der Staats- und Regierungschefs von vor zehn Jahren – nämlich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Innovation zu investieren. Bislang haben wir das wichtigste Ziel der Europa 2020-Strategie knallhart verfehlt. Um die dringlichsten Herausforderungen anzugehen, ist es wichtig, dass ein beträchtlicher Teil des neuen Horizont Europa-Budgets der Förderung von Exzellenz-Verbundprojekten gewidmet sein wird. Dort arbeiten Universitäten, Forschungseinrichtungen und die Industrie zusammen.

Hintergrund:

Das für Horizont Europa vorgeschlagene Budget für die EU-Forschungsfinanzierung liegt für den Zeitraum von 2021-2027 bei 100 Milliarden Euro. Das Europaparlament hatte zuvor 120 Milliarden Euro gefordert. Die Forschungsförderung soll in folgenden Bereichen gestärkt werden: Umsetzung der CO2-freien Energieerzeugung in der Industrie; Erhaltung des europäischen Kulturerbes mit der Schaffung eines eigenen Clusters und einer Europäischen Kulturerbe-Cloud; Quantentechnologie und Künstliche Intelligenz; Kampf gegen Krebserkrankungen bei Kindern; Terrorismusbekämpfung und Katastrophenschutz.