EU-Kommissionszuschnitt: Kein Platz für Bildung und Kultur?

„Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass das Ressort Bildung und Kultur im neuen Kommissionszuschnitt beim Ressortnamen nicht hervorgehoben wird, im Gegenteil, sogar unterzugehen scheint“, sagt die Aachener Europaabgeordnete Sabine Verheyen (CDU). „Ich hatte gehofft, dass Bildung und Kultur in den Mittelpunkt der Europäischen Politikgestaltung gelangen. Diese Chance wurde verpasst.“ „Dennoch freue ich mich darüber, dass meine sehr geschätzte ehemalige Kollegin Mariya Gabriel als Kommissarin die Zuständigkeit für das Ressort „Innovation and Youth“ erhalten soll. Die Themen Bildung und Kultur fallen somit in ihren Zuständigkeitsbereich. Wir haben ein paar arbeitsreiche Monate vor uns: Im Herbst beginnen die Verhandlungen mit dem Rat über Rechtsvorschriften zur Festlegung der richtigen Prioritäten und der weiteren Finanzierung der wichtigsten Bildungs- und Kulturprogramme der EU: Erasmus+ (für Bildung), Kreatives Europa (für Kultur und Kreativwirtschaft) und das Europäische Solidaritätskorps (für Freiwilligenarbeit). Es ist unerlässlich, hier für die jungen Leute in Europa ein gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen. Wir haben mit Mariya Gabriel eine starke Persönlichkeit als Vorschlag für dieses Ressort. Ich glaube, dass sie sich sofort an die Arbeit machen wird und im Rahmen ihrer Arbeit den Themen Bildung und Kultur hoffentlich den Stellenwert gibt, den sie verdienen, und die Intensivierung des Engagements mit jungen Menschen, den Schutz und die Förderung der Europäischen Kultur sowie die Fertigstellung des Europäischen Bildungsraums zu Prioritäten ernennt. Die Hearings der Kandidatinnen und Kandidaten werden in den nächsten Wochen stattfinden. Wir haben viel Arbeit vor uns. Gehen wir es gemeinsam an.“