Dramatischer Waldzustand in vielen Teilen Europas

In vielen Regionen Europas haben Trockenheit und Hitze im zweiten Jahr in Folge den Zustand der Wälder dramatisch verschlechtert. Während in Südeuropa immer wieder Waldbrände wüten, leiden in Mitteleuropa besonders Fichten-Monokulturen unter dem Borkenkäferbefall. Die Holzpreise fallen angesichts des hohen Angebots durch prophylaktischen Holzeinschlag, der die Ausbreitung des Schädlings verhindern soll, immer weiter. Auf Initiative der Christdemokraten hat das Plenum in Straßburg über die Krise der europäischen Wälder debattiert. Die Abgeordneten forderten dabei konkrete Nothilfen. Das Ausmaß der Zerstörung sei so groß, dass die Möglichkeit, europäische Finanzinstrumente wie den europäischen Solidaritätsfonds oder Gelder aus der Agrarpolitik zu nutzen, geprüft werden müsse. Die trockenen Sommer mit flächendeckenden Waldschäden in vielen Regionen sind eine Ausnahmesituation. Kurzfristig können die Hilfen für Linderung sorgen. Mittelfristig muss nachhaltige Forstwirtschaft auf Mischwälder setzen, die stabiler auf Umweltbedingungen reagieren. Die Umstrukturierung geht allerdings nicht von heute auf morgen.