COVID-19 Impfstoffe und Medikamente

Im Kampf gegen das Coronavirus brauchen wir so schnell wie möglich einen Impfstoff sowie Medikamente. Sollte ein Impfstoff zunächst in den USA oder in China entwickelt werden, muss die EU alles dafür tun, dass der Impfstoff tatsächlich allen Ländern zur Verfügung steht. Deshalb brauchen wir einen Plan B. Rechtlich ist es möglich, beispielsweise Zwangslizenzen zu erteilen und Medikamente sowie Impfstoffe auch ohne ausdrückliche Genehmigung des Originalherstellers in der EU herzustellen. Dies müssen wir in allen europäischen Staaten und im Rest der Welt koordiniert angehen. Auch handelspolitische Maßnahmen sollten ins Auge gefasst werden, um dafür zu sorgen, dass Medikamente und Impfstoffe wirklich allen in der EU und weiteren Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Hintergrund:
Bei der von der EU-Kommission initiierten internationalen Corona-Geberkonferenz am 5. Mai sind 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten zusammengekommen. Zwar gibt es bei der Firma BioNTech in Deutschland ein Impfstoff-Projekt, das schon mit klinischen Prüfungen am Menschen beginnen kann. Dieses wurde auch mit 50 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank unterstützt. Aber vor allem amerikanische und chinesische Forscher sind bei der Impfstoff-Suche vorne.