20 Jahre Euro

Der Euro hat uns Stabilität und Wohlstand gebracht. Und gerade für die Kooperation in der EU und den europäischen Binnenmarkt ist die gemeinsame Währung ganz wesentlich. In vielen Ländern herrscht zudem im Vergleich zu früher Preisstabilität. Ich halte es für wichtig, dass mit der gemeinsamen Währung Schuldenregeln einhergehen, die auch durchgesetzt werden. Die Kultur des Schuldenabbaus, die mit dem Euro Einzug gehalten hat, darf nicht aufgeweicht werden. Weder große noch kleine Euro-Mitgliedstaaten dürfen politische Rabatte bekommen. Das ist die besondere Verantwortung, die wir alle für den Euro haben. Das Beispiel Griechenland hat gezeigt, welche Krise entstehen kann, wenn der Schuldentod droht. Und der Weg zurück ist steinig und hart, und ist ohne die Solidarität der übrigen Euro-Länder gar nicht denkbar.

Hintergrund:
Am 1. Januar 1999 wurde mit der dritten Stufe der Währungsunion der Euro als Buchgeld eingeführt, am 1. Januar 2002 dann als Bargeld. 11 Länder machten den Anfang und heute sind es 19 Staaten, die den Euro eingeführt haben. Mit der gemeinsamen Währung gibt es keine Wechselkursschwankungen mehr, was exportierenden und importierenden Unternehmen gleichermaßen zu Gute kommt.