Zwischen PCR-Test und 48-Stunden-Regel

 

08.02.2021, Der Tagesspiegel 

Sabine Verheyen hat einen Standortvorteil. Mit dem Auto braucht die Aachenerin nach Brüssel nur rund zwei Stunden. So ist es für die Vorsitzende des Kulturausschusses im Europaparlament möglich, Kurztrips in die EU-Hauptstadt zu unternehmen, die Corona-konform sind: An einem Tag hin, am nächsten wieder zurück. „Ich versuche, so wenig Risiko wie möglich einzugehen“, sagt die 56-Jährige.

Sabine Verheyen ist eine von 705 Mitgliedern des Europaparlaments. Für die Parlamentarierinnen und Parlamentarier hat sich der Alltag durch Corona stark verändert. Denn der Weg zum Arbeitsplatz in Brüssel ist für sie in den allermeisten Fällen mit grenzüberschreitenden Reisen verbunden, die auch als Pandemie-Treiber gelten.

Seit Ende Januar kontrolliert die belgische Regierung strikt, wer ins Land kommt. EU-Abgeordnete gehören zu denen, die auf Grund einer Ausnahmeregelung die Grenze überqueren dürfen. Im Europaparlament in Brüssel können die Parlamentarier einen kostenlosen PCR-Test machen, das Ergebnis liegt meist innerhalb von 24 Stunden vor. Wer länger als 48 Stunden in Belgien bleibt, muss sich in Quarantäne begeben.

Wegen der Quarantänepflicht taktet die CDU-Abgeordnete Verheyen ihre Brüsseler Termine meist so ein, dass sie spätestens nach 48 Stunden wieder zurück in Aachen ist. Und in Brüssel ist ihr Radius beschränkt: Tiefgarage, Parlamentsgebäude, Wohnung – das sind dann ihre drei Haltestellen in der belgischen Hauptstadt.

>> Lesen Sie hier den Beitrag weiter.