Warum Europa einen Cultural Deal braucht

12.02.2021, Treffpunkt Europa 

Den Kulturschaffenden fehlt etwas. Und das ist nicht nur Geld und Selbstbewusstsein. Es geht auch um die gesamtgesellschaftliche Anerkennung und die Wertschätzung eines Bereichs, der schon viel zu oft vernachlässigt wurde.

Die meisten Teilnehmenden einer Zoomkonferenz hören zu oder sprechen – nicht so Menah. Menah ist freischaffender Illustratorin und Künstlerin für visuelle Notizen, heißt eigentlich Marleen Wellen und lebt in Amsterdam. In ihrem Twitterstatus beschreibt Menah ihr Talent als “kann gleichzeitig zuhören und zeichnen”.

Unter Beweis stellte sie ihre Fähigkeit am 18. November bei der Onlinedebatte “A Cultural Deal for Europe – A central place for culture in the EU’s post-pandemic future”, die von Culture Action Europe (CAE), European Cultural Foundation und Europa Nostra, initiiert wurde. Die Onlinedebatte warf nicht nur einen kritischen Blick auf die Rolle des Kultursektors für die gesamtgesellschaftliche Erholung Europas nach der COVID-19 Pandemie, sondern auch für die Zukunft Europas. Damit vereinte die Konferenz kurzfristige als auch langfristige Perspektiven für den europäischen Kultursektor.

Kultur macht online anders

Eingangsmusik, die an eine Lofi-Hiphop Soundtrack erinnert. Ein Moderator mit britischen Akzent in einem abgedunkelten Saal und vor einer rot leuchtenden Leinwand. Dharmendra Kanani, von der Brüsseler Denkfabrik Friends of Europe, weiß, um die Sorgen und Situation des Kultursektors. Als Moderator findet er gefühlvolle Worte, um den Ernst der Lage wieder zu spiegeln und ebenso eine digitale Diskussion ins Rollen zu bringen. Was wie eine Late-Night-Show bei Jimmy Fallon klingt, ist die Onlinedebatte zum Cultural Deal für Europa.

Er ist einer der vielen leidenschaftlichen Sprecher*innen der Konferenz. Unter den Teilnehmenden waren die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, Mariya Gabriel, die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments, Sabine Verheyen, der französische Staatssekretär für Europäische Angelegenheiten, Clément Beaune, sowie weitere Europaabgeordnete, Vertreter*innen der Mitgliedstaaten und anderer europäischer Institutionen. Begleitet wurde die mehrstündige Konferenz auch von über 450 Interessenvertreter*innen und Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft.

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