Verordnung über fluorierte Gase: Einigung stärkt Umwelt und Wirtschaft

In Zukunft wird Europa den Einsatz von klimaschädlichen F-Gasen drastisch reduzieren. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission werden etwa 40 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent eingespart, was beispielsweise den CO2-Emissionen von Portugal oder Schweden entspricht. Gleichzeitig werden sinnvolle Ausnahmen bei Reparaturen gewährt, um sicherzustellen, dass das Handwerk nicht übermäßig belastet wird. So ist es uns gelungen Ökologie und Ökonomie gemeinsam zu denken. Für uns, die CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, war es von Anfang an wichtig, dass Handwerker bei Reparaturen weiterhin die Kältemittel in bestehenden Geräten verwenden können. Handwerksbetriebe benötigen Investitionssicherheit und bestehende Kühlanlagen müssen nach wie vor repariert werden können. Dies war besonders wichtig für Installateure, Kältetechniker und deren Kunden, wie Bäckereien, Fleischereien und Brauereien, um zu verhindern, dass relativ neue Anlagen komplett ersetzt werden müssen.

Die gute Nachricht: Der Markt bietet bereits zahlreiche Alternativen zu F-Gasen, wobei deutsche Hersteller insbesondere bei Wärmepumpen und elektrischen Schaltanlagen mit natürlichen Kältemitteln führend sind. Dies stellt nicht nur eine ökologische Verbesserung dar, sondern stärkt Deutschland und Europa auch im Wettbewerb gegenüber klimaschädlicheren Produkten, insbesondere aus China.

Zusätzlich ist es wichtig zu betonen, dass eine Substanz, die zur Bekämpfung von Borkenkäfern eingesetzt wird (Sulfurylfluorid), weiterhin auf dem Markt bleiben kann. Das Parlament hatte sich hier zuletzt gegen CDU/CSU für ein Verbot ausgesprochen. Mit der Abstimmung in dieser Plenarwoche setzen wir die neuen Vorgaben endgültig um.

 

Hintergrund

F-Gase, die bis zu 25.000-mal klimaschädlicher als CO2 sind, finden Anwendung in Wärmepumpen, Kühlschränken und elektrischen Schaltanlagen. Die jüngste Einigung sieht vor, diese hochwirksamen Treibhausgase schrittweise durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Die Europäische Kommission, der Europäische Rat und das Parlament haben gemeinsam beschlossen, Maßnahmen zur Reduzierung dieser Gase zu ergreifen. Die geplante Gesetzgebung zielt darauf ab, bis zum Jahr 2030 das Äquivalent von 40 Millionen CO2-Emissionen einzusparen.