Umsetzung der neuen europäischen Agenda für Kultur und der Strategie der EU für internationale Kulturbeziehungen

Die EU soll kulturelle Projekte der Staaten fördern, die nationale sowie regionale Vielfalt respektieren und gleichzeitig das gemeinsame kulturelle Erbe betonen. Dieses Ziel verfolgt sie auch mit ihrer Kulturagenda. Mit dieser wird das enorme Wirkungspotenzial der Kultur in beinahe alle gesellschaftlichen Bereiche hervorgehoben. Der Kulturausschuss hat sich dieses Jahr in seinem Bericht mit der Umsetzung der Kulturagenda beschäftigt. Dabei haben wir drei Dimensionen in den Blick genommen: die soziale, die wirtschaftliche und die externe Dimension der Kulturpolitik. In dem Bericht haben wir hervorgehoben, dass bei der Umsetzung der Ziele der Agenda gute Fortschritte erzielt wurden. Es sind jedoch mehr Ehrgeiz und ein verstärktes Engagement für die Weiterverfolgung der Projektergebnisse erforderlich. Darüber hinaus sehen wir die Notwendigkeit einer vollwertigen Strategie, einschließlich einer deutlichen Aufstockung der finanziellen und personellen Ressourcen.

Als EVP-Fraktion haben wir uns außerdem dafür eingesetzt, dass die Restauration von europäischen Kulturerbe auch weiterhin möglich ist. Im Zuge des Umweltschutzes wird die Verwendung einiger Chemikalien verboten. Besonders bei alten Kulturwerken sind diese jedoch nötig. So wird beispielsweise Blei für den Wiederaufbau von Notre-Dame benötigt. Wir sind deswegen froh, dass wir erreichen konnten eine Einzelfallprüfung in den Text aufzunehmen.

Hintergrund:

Am 22. Mai 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission in einer Mitteilung eine neue europäische Agenda für Kultur. Der Initiativbericht des Ausschusses für Kultur und Bildung enthält eine Bewertung der Umsetzung der europäischen Kulturagenda und der EU-Strategie für internationale Kulturbeziehungen. Der Kulturausschuss hat den Bericht in einer Sitzung im November mit großer Mehrheit angenommen. Diese Woche hat dann das Plenum darüber abgestimmt.