Mental Health als zentrales Thema für die zukünftige Europapolitik

Die anhaltende Corona-Pandemie hat junge Menschen unverhältnismäßig stark getroffen. Schulen und Sporteinrichtungen waren monatelang geschlossen. Der Kontakt zu Freunden war stark eingeschränkt, bekannte Strukturen sind weggebrochen und die Zukunft war ungewiss. Das Alles führte auch zu einer Zunahme von Sorgen und Ängsten vor der Zukunft. Mit diesem wichtigen Thema hat sich der Ausschuss für Kultur und Bildung in seinem Bericht zu den Auswirkungen der Covid 19-Beschränkungen auf Bildungs-, Kultur-, Jugend- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche in der EU beschäftigt.

Als EVP-Fraktion ist uns das Thema Mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen als eine der Prioritäten für die zukünftige politische Agenda sehr wichtig. Hierzu haben wir in unserem Bericht folgende Vorschläge gemacht: Zunächst bedarf es einer adäquaten Finanzierung und Unterstützung von unseren speziellen Jugendprogrammen wie Erasmus+, Creative Europe und dem Europäischen Solidaritätskorps. Weiterhin soll mit einer ausreichenden finanziellen Unterstützung der Vor-Ort-Institutionen, wie Kitas, Schulen oder Universitäten der Bedarf nach unmittelbaren Begegnungsstrukturen am Wohnortgewährleisten werden können. Schließlich muss das Thema Mentaler Gesundheit ganzheitlich verstanden werden. Vor diesem Hintergrund sind umfassende präventive sowie ad-hoc Strategien notwendig. Diesen Vorschlägen wurde in der Plenarabstimmung diese Woche mit großer Mehrheit zugestimmt.

Hintergrund:
Bereits vor der Pandemie waren etwa 10-20 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Problemen konfrontiert. Diese Zahl ist Experten zufolge in den letzten zwei Jahren auf 20 bis 25 Prozent angestiegen, wobei eine hohe Dunkelziffer vermutet wird.