Forschungsprogramm Horizont Europa

Das Europaparlament hat am Dienstag endgültig das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa für die Jahre 2021-2027 verabschiedet. Die Abstimmung markiert das Ende eines dreijährigen Prozesses in dem wir uns erfolgreich für erhöhte Investitionen in die Forschung eingesetzt haben. Wir als Europaparlamentarier können stolz darauf sein, denn es war das Europaparlament, welches gegen den Widerstand der EU-Mitgliedstaaten die größte Summe durchgesetzt hat, die je für Forschung und Innovation in Europa zur Verfügung stand.

Horizont Europa ist ein grundlegender Baustein für unsere Zukunftsfähigkeit und für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Pandemie. Ob Digitalisierung oder Klimaschutz: Die politischen Ziele Europas können wir nur durch Forschung und Innovation erreichen. Horizont Europa wird zu diesen und weiteren politischen Zielen einen maßgeblichen Beitrag liefern.

Als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung freue ich mich insbesondere über den neuen Cluster für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Dieser Wirtschaftszweig hat besonders unter der Pandemie gelitten. Seine innovationsfördernde Rolle wird viel zu selten angemessen gewürdigt.

Bei aller Begeisterung sind wir leider von dem bereits vor 10 Jahren gesetzten Ziel, 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung zu verwenden, noch weit entfernt. Angesichts der transformatorischen technologischen Herausforderungen der nächsten Jahre muss man leider ebenso feststellen, dass die finanzielle Ausstattung von Horizont trotzdem noch nicht annähernd ausreichen wird, das 55 Prozent-EU-Klimaziel zu erreichen.

Hintergrund:
Das Programm Horizont Europa ist das größte und ehrgeizigste Forschungsprogramm der Welt. Es umfasst ein Gesamtbudget von 95,5 Milliarden Euro.