Europäische Themen und Debatten im Lokalradio: Das Radionetzwerk Euranet Plus

Als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung habe ich Ende Mai eine mündliche Anfrage an die Kommission gestellt, begründet darzulegen, warum diese die direkten Zuschüsse für das Radionetzwerk Euranet Plus einzustellen gedenkt. Diese Woche haben wir die Resolution über die zukünftige Finanzierung von Euranet Plus im Plenum verabschiedet.

Seit fast 15 Jahren überbrückt Euranet Plus als paneuropäisches, unabhängiges Netzwerk lokaler und regionaler Radiosender mit öffentlich-rechtlichem Auftrag erfolgreich die Informationskluft zwischen der EU und ihren Bürgern, indem es das Verständnis für die EU-Politik stärkt und die Debatte darüber fördert. Das Netzwerk kombiniert Produktions- und Sendekapazitäten mit redaktionellen Dienstleistungen für seine Mitgliedsradios und besitzt seine eigene Agentur, die Koproduktionen plant, den Austausch fördert und wirklich paneuropäische, maßgeschneiderte und On-Demand-Formate für seine Mitglieder produziert. Somit stellt Euranet Plus ein einzigartiges Tor zu EU-Angelegenheiten für täglich mehr als 15 Millionen Hörer dar, die sich sonst vielleicht nicht mit EU-bezogenen Themen beschäftigen.

Wir haben die Kommission daher dazu aufgefordert, die qualitativ hochwertige Arbeit und den Mehrwert von Euranet Plus anzuerkennen und ihre Entscheidung zur sofortigen Einstellung der Direktfinanzierung zu überdenken. Als Kompromiss haben wir vorgeschlagen, für den Zeitraum 2022-2023 einen zweijährigen direkten Übergangszuschuss zu gewähren, um dem Netzwerk bei der Umstrukturierung und Anpassung an öffentliche Ausschreibungen und einjährige Finanzierungsverträge zu helfen.

Hintergrund:
Euranet Plus ist ein europaweites unabhängiges Rundfunknetzwerk. Es ist Mitglied in 13 öffentlichen und privaten Rundfunkanstalten in 13 Mitgliedstaaten. Die Kommission hat angekündigt, die direkten Zuschüsse für das Netzwerk einzustellen und stattdessen ein öffentliches jährliches Wettbewerbsverfahren für einjährige Finanzierungsverträge zu starten.

>>Sehen Sie hier meinen Redebeitrag aus dem Plenum.