Energieeffizienz in der EU soll steigen: Energieverbrauch soll bis 2030 um 40 Prozent sinken

Der Industrieausschuss des Europaparlaments hat heute eine Überarbeitung der Energieeffizienzrichtlinie beschlossen. Das Gesetz legt Energieeinsparziele sowohl beim Primär- als auch beim Endenergieverbrauch in der EU fest.

Die EU-Mitgliedstaaten sollen gemeinsam sicherstellen, dass der Energieverbrauch bis 2030 um mindestens 40 Prozent beim Endenergieverbrauch und um 42,5 Prozent beim Primärenergieverbrauch im Vergleich zu den Prognosen von 2007 gesenkt wird. Dies entspricht 740 bzw. 960 Millionen Tonnen Öläquivalent für den End- bzw. Primärenergieverbrauch. Die Mitgliedstaaten sollen verbindliche nationale Beiträge festlegen, um diese Ziele zu erreichen.

Die dramatische Situation nach der russischen Invasion in der Ukraine erfordert Anstrengungen, um unsere Abhängigkeit von russischem Gas sofort zu verringern, da erneuerbare Energien und Energieeffizienz Zeit brauchen werden.

Deshalb war es uns bei den Verhandlungen wichtig, ein realistisches, aber ehrgeiziges Gesamtenergieeffizienzziel zu etablieren. Der Grundsatz “Energieeffizienz zuerst” wird den Mitgliedstaaten die Flexibilität überlassen, wie sie die Ziele erreichen. So haben wir dafür gesorgt, dass der Verwaltungsaufwand möglichst gering gehalten wird. Besonderen Wert haben wir auch darauf gelegt, dass die Grundsätze Kosteneffizienz, Systemeffizienz und Versorgungssicherheit berücksichtigt werden.