Der EU-Haushalt 2022: EU auf dem Weg zu einer vollständigen Erholung von der Pandemie

Die Verhandlungen über den Haushalt 2022 wurden am Montag, den 15. November, kurz vor Mitternacht abgeschlossen. Die Mitgliedstaaten und die Delegationen des Europäischen Parlaments haben sich einstimmig für einen EU-Haushalt 2022 in Höhe von 169,5 Milliarden Euro entschieden. Besonders Programme, die zur Erholung Europas nach der Pandemie beitragen, bekommen eine Aufstockung.

Der Kompromiss zeigt deutlich, dass junge Menschen eine Priorität für das Europäische Parlament sind. Sowohl für Erasmus+ als auch für das Europäische Solidaritätskorps konnten Erhöhungen durchgesetzt werden. Für Erasmus+ sogar um 35 Millionen Euro. Mobilität ist eine der größten Chancen, die die Europäische Union bietet, insbesondere im Bildungsbereich. Nachdem die Mobilität nun beinahe zwei Jahre zum Erliegen gekommen ist, ist es ein wichtiges Signal, dass wir nun noch stärker ins neue Jahr starten. Erasmus+ ist die Seele Europas. Das Programm stärkt die europäische Identität und bildet junge Menschen zu mündigen Europäern aus.

Aber auch der Kulturzweig des Creative Europe Programms wird aufgestockt und erhält 5,5 Millionen Euro zusätzlich. Der Kultur- und Kreativsektor ist systemrelevant. Er ist ein starker Wirtschaftsfaktor und fördert die Achtung und Akzeptanz unterschiedlicher Kulturen und Sprachen. Zugleich ist er Ausdruck von Identität und Vielfalt. Ohne Kultur kann es keine echte Erholung in Europa geben.  Dieses Ergebnis ist weit mehr als eine symbolische Anerkennung der Kultur. Wir werden mehr Projekte finanzieren können und dem Sektor helfen, sich von den Folgen der COVID-19-Pandemie zu erholen.

Hintergrund:
Die Haushaltsverhandlungen fanden unter schwierigen Umständen statt, während des Kampfes gegen die Pandemie und ihre Folgen, und wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Dem Parlament ist es gelungen, den nächsten europäischen Haushalt um fast 500 Millionen Euro aufzustocken.