Anstieg der Energiepreise

In vielen europäischen Ländern sind die Strompreise in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen. Das zeigt, wie wichtig es ist, den Green Deal klug umsetzen und die Energiewende für alle bezahlbar anzugehen. Einige Mitgliedsstaaten fordern nun den europäischen Emissionshandel zu reformieren, allerdings ist dieser nicht für den Preisanstieg verantwortlich. Stattdessen brauchen wir die schrittweise Erweiterung des Emissionshandels. Nur so können Einnahmen für den benötigten Sozialausgleich erwirtschaftet werden. Es bedarf jetzt langfristiger Lösungen. Dabei muss das Potential unterschiedlicher Energieträger voll genutzt werden. Um den weiteren Anstieg der Energiepreise zu verhindern und so viel kostengünstige und klimafreundliche Energie wie möglich zur Verfügung zu haben, braucht es effizienten Wettbewerb sowie pragmatische, technologieneutrale Ansätze. Die staatliche Preisregulierung wäre zu kurzfristig gedacht.

Hintergrund:
Die aktuelle Energiepreiskrise zeigt auch, dass die EU ein strategisches Interesse am Ausbau der erneuerbaren und CO2-armen Energien hat und seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren muss. Das bedeutet aber auch, neben Wind und Solar in die Produktion von buntem Wasserstoff zu investieren. Dafür müssen wir den Binnenmarkt besser nutzen und die Genehmigungsverfahren erleichtern. Zudem brauchen wir eine europäische Wasserstoff-Importstrategie, die den Import grüner Energie mit Technologietransfer und Entwicklungshilfe verbindet.