Meine Delegationen: Südafrika und Afrika, Karibik und Pazifik

Meine Delegationen im Europäischen Parlament

Neben der Ausschussarbeit engagieren sich die Abgeordneten des Europäischen Parlament auch in Delegationen. Derzeit gibt es 44 Delegationen, in denen die Beziehungen zu den Parlamenten in Drittländern gepflegt und Informationen ausgetauscht werden. Die Tätigkeiten der Delegationen sollen auch die Werte, auf denen die Europäische Union beruht, namentlich die Grundsätze der Freiheit, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit (Artikel 6 des Vertrags über die Europäische Union) in Drittstaaten fördern.

Ich engagiere mich als Vize-Vorsitzende in der Delegation für die Beziehungen zu Südafrika und als stellvertretendes Mitglied in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU („Afrika, Karibik und Pazifik“) des Europäischen Parlaments.

Südafrika

Die interparlamentarischen Beziehungen zwischen der EU und Südafrika spielen insbesondere seit dem Ende der Apartheid eine wichtige Rolle. Während der Apartheid waren diese Beziehungen zwar eingefroren, allerdings unterstützte das Europäische Parlament die Widerstandsbewegung und bekundete so seine Solidarität.Als Südafrika im Jahr 1994 zu einer demokratischen Ordnung überging, richtete das Europäische Parlament eine Delegation für die Beziehungen zu Südafrika ein. Seitdem wurden die Beziehungen zwischen den Parlamenten beider Staaten weiter gestärkt. Jedes Jahr werden nun zwei interparlamentarische Treffen organisiert, welche abwechselnd in Europa und in Südafrika stattfinden. Im Mai 2007 haben die EU und Südafrika außerdem eine strategische Partnerschaft beschlossen, welche die Freiheit, den Frieden, die Sicherheit und die Stabilität in Afrika fördern und eine engere Zusammenarbeit der beiden Partner auf regionaler, kontinentaler und weltweiter Ebene ermöglichen soll.

Afrika, Karibik und Pazifik

Die Delegation für die AKP-Staaten wurde gegründet, um die Mitglieder des EU-Parlaments und die Abgeordneten Afrikas sowie der karibischen und pazifischen Staaten näher zusammenzubringen und somit die Beziehungen untereinander zu fördern. Die Paritätische Parlamentarische Versammlung AKP-EU basiert auf dem Cotonou-Abkommen, das die historisch sehr enge Entwicklungskooperation zwischen Europa und Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean regelt. In regelmäßigen Begegnungen mit Parlamentariern aus anderen Ländern können politische Entwicklungen und Chancen der Zusammenarbeit diskutiert, Erfahrungen und Probleme angesprochen werden. Damit findet in den Delegationen „parlamentarische Außenpolitik“ statt. Die Gemeinsame Parlamentarische Versammlung soll schließlich dazu beitragen, die europäischen Werte der Freiheit, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit auch außerhalb der Europäischen Union zu fördern. 78 Abgeordnete der AKP-Länder und 78 Mitglieder des EU-Parlaments gehören der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU an.