Europa im Klassenzimmer – was Lehrkräfte zurückmelden
Ein Künstler, der das Event auf einem Whiteboard begleitet, voll besetzte Tische mit engagierten Lehrkräften und ein Programm, so vielfältig wie die Teilnehmenden.
Im Mittelpunkt stand, wie Europa im Klassenzimmer ankommt – und welche Impulse sich Lehrkräfte aus Brüssel wünschen. Neben der Begrüßung ging es vor allem um Erfahrungen aus dem Unterricht. Eine Teilnehmerin berichtete, dass in Grundschulen bereits kleine „Wahlen“ durchgeführt werden, etwa zum Tagesablauf. Ein kurzer Moment, in dem Kinder erleben, dass ihre Entscheidung zählt.
Im Anschluss rückten die Bildungsprogramme der Europäischen Union in den Blick. Programme wie Erasmus+ oder DiscoverEU sind vielerorts fester Bestandteil schulischer Arbeit. Schülerinnen und Schüler aus meinem Wahlkreis haben im Rahmen einer eTwinning-Initiative mit Partnerschulen in mehreren europäischen Ländern zusammengearbeitet und gemeinsame Ideen entwickelt.
Auch Themen, die den Unterricht prägen, kamen zur Sprache: Straftaten im Netz, verzerrte Schönheitsbilder in sozialen Medien, der Umgang mit Smartphones. Ebenso der Umgang mit Falschinformationen. Die Fähigkeit, Inhalte einzuordnen und zu bewerten, rückt immer stärker in den Mittelpunkt.
Der Austausch blieb nah an der Praxis und an dem, was Lehrkräfte täglich erleben.
Demokratische Resilienz entsteht nicht als Konzept. Sie entwickelt sich dort, wo junge Menschen lernen, Zusammenhänge zu verstehen, Fragen zu stellen und sich einzubringen. Der Blick aus und in das Klassenzimmer gehört deshalb in politische Entscheidungen.
