Wie Sie vielleicht der Medienberichterstattung in den letzten Tagen entnommen haben, hat der von der EU-Kommission veröffentlichte Europäische Schülerkalender 2010/2011 heftige Proteste ausgelöst. Hintergrund der Empörung war die Tatsache, dass in dem Kalender keine christlichen Feiertage verzeichnet sind - wohl aber die wichtigsten jüdischen, muslimischen und hinduistischen Feiertage.
Der Kalender wurde mit einer Auflage von mehr als 3 Millionen Exemplaren - davon 500.000 in Deutschland - an über 21.000 Schulen in den 27 EU-Mitgliedstaaten verteilt. Die Kosten betrugen fünf Millionen Euro.
Ich finde es inakzeptabel, dass ein von der EU finanzierter Kalender zwar islamische und hinduistische, nicht jedoch christliche Feiertage enthält. Das Haus Europa steht auf dem Fundament christlicher Ethik und Moral, und unsere Gesellschaft ist bis heute stark durch das Christentum geprägt. Umso unverständlicher ist es da, dass ausgerechnet christliche Feiertage nicht in dem Schülerkalender 2010/2011 enthalten sind.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, hat bereits im Dezember letzten Jahres auf Drängen der CDU/CSU-Abgeordneten in der EVP-Fraktion des Europäischen Parlaments einen Brief an den zuständigen EU-Kommissar John Dalli geschrieben, in dem er sich massiv über die Nichtberücksichtigung christlicher Feiertage im Schülerkalender 2011 beschwert und um eine umgehende Korrektur gebeten hat. Die EU-Kommission hat sich hierfür auch bereits entschuldigt und angekündigt, es ‚beim nächsten Mal besser zu machen‘. Für den Schülerkalender 2011/2012, der in den nächsten Wochen in Druck gehen wird, hat Kommissar John Dalli veranlasst, dass alle christlichen Feiertage in Europa darin umgehend aufgelistet werden sollen.
Die EVP-Fraktion wird nun die weitere Entwicklung genau beobachten und darauf achten, dass sich dieser Fauxpas in den künftigen Schülerkalendern nicht mehr wiederholt. Angesichts der breiten Empörung, die das Versäumnis der EU-Kommission nach sich gezogen hat, bin ich jedoch sehr optimistisch, dass es sich hierbei in der Tat um ein einmaliges Versehen handelt.
Mitglied des Europäischen Parlaments
Europabüro Aachen
Monheimsallee 37
52062 Aachen
Tel.: 0241 - 56 00 69 33
0241 - 56 00 69 34
Fax: 0241 - 56 00 68 85
Büro Brüssel
Europäisches Parlament
Rue Wiertz - ASP 15E165
B-1047 Brüssel
Tel.: 0032 - 228 47299
Fax: 0032 - 228 49299
Büro Straßburg
Europäisches Parlament
Allée du Printemps -
LOW T10149
F-67070 Straßburg
Tel.: 0033 - 3881 75299
Fax: 0033 - 3881 79299